DIE UNVOLLENDETE

Theatralische Beschwörung eines vergessenen großen Aufbruchs: wilde Formationen des Widerstands, messerscharfe Streitgespräche, erhabene Staatsakte, schmutzige Intrigen, brillante politische Diskurse, Aufruhr, Chaos, dummdreiste Hinterzimmerdiplomatie, blanker Terror.

Eine andere Welt ist möglich. – November 1918: Marinesoldaten weigern sich, zu einer sinnlosen, selbstmörderischen Seeschlacht auszulaufen. Generalstreik in zahlreichen deutschen Städten. Protestierende riesige Volksmassen wälzen sich durch die Straßen von Frankfurt, Berlin und München, fordern Frieden und erzwingen das Undenkbare: die Abdankung des Kaisers und das Ende der Monarchie.

Sie vertrauen nicht mehr der herrschenden Elite aus Adel, Wirtschaft, Politik und Militär, die das deutsche Volk in diese nationale Katastrophe hineingeführt hat. Das Land liegt darnieder. Der Staatshaushalt ist bankrott, das Heer dezimiert und die Bevölkerung ausgehungert. Die Sprecher der mächtigen Protestbewegung wollen einen Staat schaffen, in dem das Volk seine Geschicke entscheidend mitbestimmt und selbst unmittelbar die Verantwortung für die Gestaltung und Entwicklung des Landes übernimmt.

Es werden Pläne entwickelt für einen radikaldemokratischen Zukunftsstaat, die gerade heute in einer Zeit, wo viele Bürger vehement dagegen protestieren, dass über sie hinwegregiert wird und im Gegensatz zu hehren Wahlversprechen ihre existentiellen Interessen in der realen Politik nicht berücksichtigt werden, wertvolle inspirierende Impulse geben können.

Aber die alten Mächte von 1918, insbesondere das Unternehmertum und das Militär, sind auf der Hut. Sie wollen ihre beherrschende Stellung in der Gesellschaft nicht verlieren und kämpfen skrupellos mit allen Mitteln gegen alle Bewegungen, die ihre Privilegien in Frage stellen und den Status quo verändern wollen.

DIE UNVOLLENDETE
1918.Ein Stück deutsche Revolution

Vorstellungen
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Es spielen Julian Moritz Buch, Michaela Conrad, Bettina Kaminski, Ives Pancera, Jana Saxler, Hans-Peter Schupp
Inszenierung Reinhard Hinzpeter
Bühne Gerd Friedrich
Dramaturgie Sten Volkemer

Pressestimmen

Premiere 12. Oktober 2019
Dauer ca. 2 Stunden, 45 Minuten inkl. einer Pause