GILGI

Was ist eigentlich wichtig auf der Welt? Was macht das Leben reich? Was braucht der Mensch wirklich, um glücklich zu sein? „Pas grande chose!“

Gilgi ist nicht so begabt wie ihre Freundin Olga, die Malerin, und auch nicht wie Pit, der ihr gern mal mit seinen linken Theorien die Welt erklärt. Sie ist Durchschnitt. Aber sie will was aus sich machen, was leisten, nichts geschenkt kriegen. Da trifft sie auf Martin: diesen zärtlichen Verführer, Weltenbummler, Menschenfreund, Lebenskünstler. Sie versinkt in einem Strudel von Sinnesfreude und neuer Welterfahrung. Das gesamte Regelwerk ihres Lebens gerät ins Wanken: Wer wackelt, der fällt?!

Irmgard Keun, 1905 in Berlin geboren, wurde mit ihren Romanen „Gilgi – eine von uns“ und „Das kunstseidene Mädchen“ zu Beginn der 1930er Jahre über Nacht berühmt. Bereits zu Beginn des Nazi-Regimes wurden ihre Werke verboten, Keun selbst lebte ab 1936 einige Zeit im Exil und kehrte vier Jahre später unter falschem Namen nach Deutschland zurück. Ende der siebziger Jahre erlebten die beiden Erstlingswerke der Autorin im Zuge der Frauenbewegung eine Renaissance. Irmgard Keuns energiesprühende Protagonistinnen sind Identifikationsfiguren für alle Frauen, die an die Zukunft glauben und die sich nicht klein kriegen lassen wollen von Existenzängsten und deprimierenden Niederlagen.

GILGI. Eine von uns
von Irmgard Keun

Es spielt Naja Marie Domsel
Inszenierung Reinhard Hinzpeter
Bühne Gerd Friedrich
Musik Jason Schneider

Pressestimmen

Premiere 27. April 2013