Pressestimmen DIE HEILIGE JOHANNA DER SCHLACHTHÖFE

Claudia Schülke, Frankfurter Allgemeine Zeitung (20. September 2010)
„Nach diesen zweieinhalb Theaterstunden unter wild gewordenen Börsenmaklern und Finanzspekulanten muss man dieses Stück für das einzig zeitgemäße überhaupt halten.“

Winnie Geipert, Strandgut (November 2010)
„In der Inszenierung des Freien Schauspiel Ensembles schlägt uns ein immer dynamischer werdendes Spiel mit skurrilen Sprech- und Gesangsszenen in den Bann. Die anfänglich heitere Distanz der Akteure schwindet mit der wachsenden Brisanz der sich als beißend aktuell erweisenden Texte. Axel Gottschick als Mauler und Hans-Peter Schupp als Cridle, aber auch als serviler Hund gefallen am besten in einem bestens gelungenen Stück, bei dem nicht auszuschließen ist, dass man das Theater klüger, als man es betreten hat, verlässt.“

Olaf Völker, DIE WELT Kompakt (23. September 2010)
„Das Stück, das Brecht während der Weltwirtschaftskrise 1929/30 schrieb, könnte 80 Jahre später nicht aktueller sein. Der Multimillionär Mauler (Axel Gottschick) trifft mit Bettina Kaminski als Heilsarmeeaktivistin Johanna Dark auf eine Gegenspielerin, die Maulers Welt aus Angebot, Nachfrage, Preisen und Börsenkursen durch ihr Beharren auf soziale Gerechtigkeit erschüttert. Von Mathias Schabow am Klavier begleitet, beginnt ein unterhaltsamer Tanz durch die Schlachthallen der Stadt vorbei an Pökelbottichen, Sudkesseln und Ochsenfleischbüchsen, bei der Johanna in ihrem Kampf an der Seite der Arbeiter unweigerlich am System scheitern muss.“