FETISCH ARBEIT – Programmreihe im Rahmen des 1. Mai

FETISCH ARBEIT – Programmreihe im Rahmen des 1. Mai

 Rahmenprogramm   
Sa, 30. AprilICH MÖCHTE LIEBER NICHT
Theateraufführung nach Herman Melvilles „Bartleby, der Schreiber“
20 Uhr Karten bestellen
So, 1.MaiAM LAUFENDEN BAND
Lesung aus dem gleichnamigen Prosagedicht von Joseph Ponthus und den Pariser Manuskripten von Karl Marx
17 UhrAnmeldung
Eintritt frei
So, 1.MaiFETISCH ARBEIT - UND DIE FOLGEN
Podiumsgespräch über die Facetten der Arbeitswelt
18:30 Uhr Anmeldung
Eintritt frei

AM LAUFENDEN BAND
Lesung mit Musik
An den Worten: Bettina Kaminski, Ives Pancera
Am Cello: Laura Maria Bastian

Eine Veranstaltung der Fraktion DIE LINKE im Römer und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen in Kooperation mit dem Freien Schauspiel Ensemble.

Eine spannende Konfrontation von Texten aus dem gleichnamigen Prosagedicht des zeitgenössischen Autors Joseph Ponthus und Zitaten aus den humanistischen Frühschriften von Karl Marx über entfremdete Arbeit. Ponthus stand zweieinhalb Jahre lang in den Fischfabriken und Schlachthöfen der Bretagne am Fließband. Seine Erlebnisse, Gedanken und Gefühle aus dieser Zeit hat er zu einem leichtfüßigen, zärtlichen aber auch bestürzenden Versroman verdichtet. Es verblüfft, wie erschreckend aktuell die philosophischen Erörterungen von Karl Marx aus der Mitte des 19. Jahrhunderts den Erlebnisbericht aus der Gegenwart kommentieren.


FETISCH ARBEIT – UND DIE FOLGEN

Podiumsgespräch

Eine Veranstaltung der Fraktion DIE LINKE im Römer und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen in Kooperation mit dem Freien Schauspiel Ensemble.

Viel ist immer wieder von den “hart arbeitenden kleinen Leuten” zu hören. Das erinnert sehr an die biblische Drohung: “Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen”. Der 1. Mai mutierte vom “Kampftag der Arbeiterklasse” zum “Tag der Arbeit” – auch bei den bundesdeutschen Gewerkschaften. Wie sieht es nun aus mit den verschiedenen Facetten der Arbeitswelt in der angeblichen Banken- und Dienstleistungsstadt Frankfurt am Main? Mit den hochbezahlten Freelancern der IT Branche auf der einen und den südosteuropäischen Wander- und Saisonarbeiter*innen auf der anderen Seite? Wie steht es mit den Arbeitsplätzen bei Mc Donalds und anderen Betrieben der Systemgastronomie? Wächst nicht an den Frankfurter Universitäten mit Zeitverträgen in Forschung und Lehre ein akademisches Proletariat heran? Sind in der Freien Kulturszene die Zeiten von ungewissen, unbefristeten Engagements, systemischer Unterbezahlung und Selbstausbeutung vorbei?
Können Menschen aus so unterschiedlichen Arbeitsbereichen und Lebenssituationen zusammenfinden, um sich gemeinsam für eine Verbesserung ihrer Lebens-und Arbeitsbedingungen einzusetzen, statt dass jede Interessengruppe für sich allein kämpft?
Und was sollte Kommunalpolitik leisten, um ein Auseinanderdriften der Interessengruppen zu verhindern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Frankfurt zu sichern.

Darüber diskutieren wir mit:
Hendrik Hallier, Sekretär der Gewerkschaft NGG, Region Rhein-Main
Reinhard Hinzpeter, Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt
Dominike Pauli, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE im Römer
Herbert Storn, Mitglied im Landesvorstand der GEW, Hessen
Moderation: Dieter Storck