Pressestimmen DIE GLASMENAGERIE

Marco Klehn, Frankfurter Allgemeine Zeitung (24. März 2018)
“Denn beim Freien Schauspiel Ensemble bringen die Schauspieler erklärtermaßen ihre Lebenserfahrungen und Weltanschauungen in ihre Rollen ein. So ist auch auf Tennessee Williams’ modernen Klassiker ‘Die Glasmenagerie’ in der Inszenierung von Reinhard Hinzpeter ein innovativer und sogar überraschender Blick gelungen … auch, dass das Ensemble nicht nur der Depression, sondern gelegentlich auch dem Witz Raum gibt, macht die Inszenierung sehenswert.”

Andrea Pollmeier, Frankfurter Rundschau (16. März 2018)
“Wer Kinder allein erzieht, muss oft gegen erdrückende Widrigkeiten kämpfen. … Die Lage ist hier und heute zwar eine andere, Familien mit alleinerziehenden Müttern sind jedoch mitten im wohlhabenden Umfeld weiterhin besonders armutsgefährdet. So wirkt es stimmig, dass das Freie Schauspiel Ensemble … die Problematik der alleinerziehenden Mutter in den Mittelpunkt stellt.” zum Artikel

Verena Rumpf, Strandgut Kulturmagazin (April 2018)
“Mutter Amanda klammert sich an die Vergangenheit …, versucht aber gleichzeitig, von Michaela Conrad wunderbar leicht überdreht und affektiert gespielt, ihren Kindern eine Zukunft zu bieten. … Die Glasmenagerie wurde von Hinzpeter zur Plastikmenagerie umgewandelt – die Zerbrechlichkeit der Illusionen wird damit durch die Darsteller selbst und nicht von Requisiten getragen. Gleichzeitig sorgen die von Niklas Fiedler hin und wieder eingestreuten Rap-Einlagen dafür, dass sich der Zuschauer keinen Illusionen hingibt: Sie kommentieren und karikieren das Geschehen – und stehen im erfrischenden Kontrast zur Melancholie der Schallplattenmusik. Erst als Jim, Toms Kollege und Lauras insgeheime Jugendliebe, zum Abendessen kommt, ändert sich die ‘Alltagsplatte’ … Zu sehen, wie Laura, von Vivien Zisack hervorragend verkörpert, aus ihrer melancholischen Starre erwacht und sich immer selbstsicherer über die Bühne bewegt, lohnt allein schon den Besuch im Titania.”