EIN MENSCH BRENNT

Protestbewegungen brauchen als treibende Kraft einzelne Menschen, die für die Sache brennen und einen Großteil ihres Lebens auf den Kampf für die Verwirklichung ihrer politischen Ziele ausrichten. – Aber wie hoch ist der Preis für ein solches unbedingtes, gesellschaftliches Engagement? Verbleibt da noch hinreichend Zeit, Aufmerksamkeit und Energie für ein Privatleben: Familie, Freunde, Liebe?

Diesen Fragen geht Nicol Ljubić in seinem Roman „EIN MENSCH BRENNT“ nach, der unserer Aufführung zugrunde liegt.

Hartmut Gründler, ein radikaler Gegner der Atompolitik der Bundesregierung, zieht als Untermieter in das Haus der Familie Kelsterbach ein. Vater Kurt, mittelständischer Unternehmer, belächelt den Mann im Souterrain und seine Anti-Atom-Bewegung: „Alles Panikmache!“ Seine Frau Marta dagegen ist fasziniert vom leidenschaftlichen, kompromisslosen Idealismus Gründlers und wird eine entschiedene Unterstützerin seines Kampfes. Sie will nicht länger das Heimchen am Herd bleiben, das gerade noch seinem Beruf als Lehrerin nachgehen darf und entfremdet sich zunehmend von ihrem Mann. Der 10-jähriger Sohn Hanno ist eifersüchtig auf den militanten Eindringling Hartmut und fühlt sich seiner Mutter nur noch nahe, wenn er mit ihr auf Demonstrationen geht. – Bricht hier eine eigentlich glückliche Familie auseinander?

EIN MENSCH BRENNT
von Nicol Ljubić

Eine Dramatisierung des gleichnamigen Romans

Termine
17.04., 20 Uhr Premiere entfällt
23.04., 20 Uhr
24.04., 20 Uhr
07.05., 20 Uhr
08.05., 20 Uhr
21.05., 20 Uhr
22.05., 20 Uhr

Es spielen Michaela Conrad und Ives Pancera
Inszenierung Reinhard Hinzpeter
Bühne Gerd Friedrich

Premiere Bei Wiedereröffnung der Theater 2021
Dauer 1 Stunde 45 Minuten