EIN MENSCH BRENNT

Protestbewegungen brauchen als treibende Kraft einzelne Menschen, die für die Sache brennen und ihr Leben ganz und gar auf den Kampf für die Verwirklichung ihrer politischen Ziele ausrichten. – Aber wie hoch ist der Preis für ein solches unbedingtes gesellschaftliches Engagement? Verbleibt da noch Zeit, Aufmerksamkeit und Energie für ein Privatleben: Familie, Freunde, Liebe?

Diesen Fragen geht Nicol Ljubic in seinem Roman „EIN MENSCH BRENNT“ nach, dessen Ausgangspunkt die wahre Geschichte jenes Hartmut Gründlers ist, der sich am 16. November 1977 aus Protest gegen die Atompolitik der Regierung Helmut Schmidts während des SPD-Parteitages in Hamburg vor der St.Petrikirche mit Benzin übergoss und selbst verbrannte.

Der Autor lässt in seiner Phantasie diesen Hartmut Gründler als Untermieter in das Haus der Familie Kelsterbach ziehen. Vater Kurt, mittelständischer Unternehmer, belächelt den Mann im Souterrain und seine Anti-Atom-Bewegung: „Alles Panikmache!“ Seine Frau Marta dagegen ist fasziniert vom kompromisslosen Idealismus Gründlers und wird eine entschiedene Unterstützerin seines Kampfes. Sie will nicht länger das Heimchen am Herd bleiben, das gerade noch ihren Beruf als Lehrerin ausüben darf und entfremdet sich zunehmend von ihrem Mann. Der 10 jähriger Sohn Hanno ist eifersüchtig auf den militanten Eindringling Hartmut und fühlt sich seiner Mutter nur noch nahe, wenn er mit ihr auf Demonstrationen geht. – Wird hier eine eigentlich glückliche Familie zerstört?

EIN MENSCH BRENNT
von Nicol Ljubić

Eine Dramatisierung des gleichnamigen Romans

In Vorbereitung

Es spielen Michaela Conrad und Ives Pancera
Inszenierung Reinhard Hinzpeter
Bühne Gerd Friedrich

 

Premiere 2021