Pressestimmen ICH WERDE SEIN

Esther Boldt, Journal Frankfurt (Ausgabe Nr. 23/ 28. Oktober 2011)
„Zeitgeschichte verknüpft sich recht mühelos mit heutigen politischen Schieflagen, Luxemburgs Kapitalismuskritik verliert im heute um sich greifenden Unbehagen an den unberechenbaren Kräften des Turbokapitalismus kaum an Aktualität, auch wenn der Arbeiter- und Bauernstaat nicht mehr zur rechten Alternative taugt. So wirft der intensive Theaterabend … mit Luxemburgs konzisen Analysen ihrer Gegenwart Schlaglichter aufs Heute. … Ein faszinierendes Stück Frankfurter und europäische Zeitgeschichte.“

Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau (04. Oktober 2011)
„Es ist dies eine kraftvolle Aufführung für eine kraftvolle Frau, die hier zu Recht auch als modern erscheint.“

Claudia Schülke, Frankfurter Allgemeine Zeitung (05. Oktober 2011)
„Gut hundert Minuten und keine Sekunde Langeweile: Das will etwas heißen bei einem Stück, das von Handlungsdramaturgie weitgehend absieht und sich ganz auf den Text verlässt. Hinzpeter und sein Ensemble haben Passagen aus Briefen, Artikeln, Essays und Reden der Revolutionärin zu einem Trialog montiert. Rosa Luxemburg spricht, indem sie ihre Adressaten anredet, gewissermaßen mit sich selbst aus dem Munde dreier Schauspielerinnen und zeigt dabei ihre vielen Gesichter: Freiheitskämpferin und Inhaftierte, marxistische Theoretikerin und Liebende, linke Vorkämpferin der SPD und Mitbegründerin der KPD, deren Programm sie verfasste, Repräsentantin der europäischen Arbeiterbewegung und Pazifistin. … Mit ihrem Tod beginnt der Theaterabend, der keine Legenden spinnt, sondern nüchtern den historischen Bestand sichtet.“

Hans-Gerd Öfinger, Neues Deutschland (12. November 2011)
„Rosas Rückkehr: In Frankfurt-Bockenheim, wo Luxemburg eine historische Rede hielt, wird ein bemerkenswertes Stück über sie aufgeführt. … Das Stück ist einfach und wirkungsvoll inszeniert, ohne teure Kulissen, Requisiten oder spektakuläre Licht- und Toneffekte. Es versetzt das Publikum zurück in Jahrzehnte unermüdlichen Wirkens der Sozialistin.“

Anna Sofie Krüger, FRIZZ Das Magazin (November 2011)
„Durch den geschickten Wechsel verschiedener Darstellungsweisen und die Aufteilung der einen Figur auf die drei Frauen wird die sehr subjektiv gefärbte Biografie äußerst lebhaft und anschaulich, ja, geradezu dramatisch erzählt. Das hätte der „roten Rosa“ sicherlich gefallen – und ist nicht zuletzt aufgrund der fortwährenden Aktualität unbedingt einen Besuch wert!“