WARUM KRIEG?
PRIMA FACIE
DER PROZESS
DIPLOMATIE
ARENDT. DENKEN IN FINSTEREN ZEITEN
Vor fünfzig Jahren, am 8. Dezember 1975, starb Hannah Arendt in New York. Seit 1941 lebte sie im Exil in den USA, lehrte und schrieb auf Englisch, wobei Deutsch jedoch Ihre Muttersprache blieb. Mit ihren Büchern, Essays und Reden erreichte sie unzählige Menschen in Deutschland: Sie machte ihnen Mut, den eigenen Weg zu gehen und zugleich offen zu bleiben für das Denken und Fühlen der anderen. Freiheit und Gerechtigkeit hatte sie dabei stets im Blick. Arendt versuchte, politische Ereignisse, gesellschaftliche Prozesse und individuelles Handeln zu verstehen und präzise zu beschreiben. Sie begeisterte ihre Leser – und schockierte sie gleichzeitig immer wieder durch ihre schonungslose Klarheit, etwa in „EICHMANN IN JERUSALEM. EIN BERICHT VON DER BANALITÄT DES BÖSEN“.
Ausgehend von Rhea Lemans Theaterstück „ARENDT. DENKEN IN FINSTEREN ZEITEN“ entwickeln wir ein Projekt, das nicht nur die wichtigsten Stationen ihres Lebens erlebbar macht, sondern auch ihre Befindlichkeit, ihre Art zu denken, ihren Blick auf die Welt – und auf sich selbst. Wir beleuchten ihr besonderes Verhältnis zu ihrem Mann Heinrich Blücher, ihre Freundschaft zu Karl Jaspers sowie ihre komplexe Liebesbeziehungen zu dem Philosophen Martin Heidegger.
Gerade heute, in einer Zeit vielschichtiger Wirklichkeiten, wachsender Orientierungslosigkeit und existenzieller Überforderung, ist es wichtig, sich mit einer Denkerin zu beschäftigen, die sich einfachen Freund-Feind-Schemata verweigerte, die Schwarz-Weiß-Denken misstraute – und die sich Zeit nahm. Zeit zum Hinsehen. Zeit zum Verstehen.
ARENDT. DENKEN IN FINSTEREN ZEITEN
von Rhea Leman
Premiere 7.04. 2026
Sa, 14.03.2026, 20 Uhr
Fr, 20.03.2026, 20 Uhr
Sa, 21.03.2026, 20 Uhr
Fr, 17.04.2026, 20 Uhr
Sa, 18.04.2026, 20 Uhr
Fr, 24.04.2026, 20 Uhr
Sa, 25.04.2026, 20 Uhr
Es spielen
Bettina Kaminski
Ives Pancera
Adrian Scherschel
Inszenierung
Reinhard Hinzpeter
