Aktuelles

23. November 2020
Corona – mehr als ein Bier: „Corona und die Folgen für das Kulturleben in Frankfurt“
Am Montag fand die letzte Veranstaltung der Reihe „Corona – mehr als ein Bier: Alles anders mit dem Virus?“ als Online-Veranstaltung live aus den TITANIA statt. Es diskutierten: Dr. Michael Hohmann (Romanfabrik Frankfurt), Bettina Kaminski (Freies Schauspiel Ensemble), Safiye Can (Dichterin), Steffen Harzer (Galerist, Thüringen), Petra Klumpp (Kulturkeller Höchst), Sten Volkemer (Dramaturg und Philosoph) und David Dilmaghani (Kulturdezernat Frankfurt).

Die Veranstaltung wird begleitet von Ausschnitten unserer Inszenierung ATMEN von Duncan Macmillan und abgeschlossen mit Lyrik von Safiye Can, Dichterin und Bestsellerautorin.

Veranstalter sind die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen und die Fraktion DIE LINKE. im Römer in Zusammenarbeit mit dem Freien Schauspiel Ensemble Frankfurt.

Den Live-Stream der Veranstaltung können sie sich bei YouTube ansehen:


05. November 2020

Offener Brief von 22 Mitgliedern der THEATERALLIANZ

Wir protestieren entschieden gegen die bundesweite Schließung von Kultureinrichtungen wie Theater- und Konzerthäuser, Museen und Ausstellungshallen bis Ende November.
Natürlich ist das drastische Ansteigen der Corona-Infektionen besorgniserregend. Es müssen Maßnahmen getroffen werden, um die neuerliche Ausbreitung des Virus einzudämmen. Aber diese Maßnahmen müssen ausgewogen und wissenschaftlich begründet sein. Sie dürfen nicht pauschalisieren. Die undifferenzierte Entscheidung, alle Kultureinrichtungen zu schließen, trifft erneut einen Lebensnerv unserer Gesellschaft.

Alle Politiker:innen, die verantwortungsbewusst Zukunft gestalten, wissen, wie wichtig Kultur für das soziale und politische Klima sowie die Entwicklung einer Stadt oder eines Landes ist. – Kultur stiftet Identität, schafft Zusammenhalt, Verständigung über die gemeinsamen Werte, gibt Kraft und Selbstvertrauen. Sie steigert das Denkvermögen, sensibilisiert die Sinne, entgrenzt unsere Phantasie, macht Leben reich und vielfältig. Aber sie ist auch ein unbequemes Spiegelbild unserer Wirklichkeit, legt Konflikte, Widersprüche und Schadstellen bloß, provoziert Fragen und Veränderungen. Das heißt: Sie ist für eine Gesellschaft lebens-, sie ist existenzrelevant.

Umso unverständlicher ist es, dass die Politik – gerade in diesen Zeiten Pandemie be-dingter allgemeiner Verunsicherung und Vereinzelung – schon zum zweiten Mal bundesweit alle Kultureinrichtungen wochen-, vielleicht sogar monatelang schließt.

Es mag Kultureinrichtungen geben, wo es nicht möglich ist, die Besucher durch ein gut durchdachtes Hygienekonzept hinreichend vor einer Infektion zu schützen. Die Theater- und Konzerthäuser zählen – von Sonderfällen abgesehen – sicher nicht dazu. Sie haben ihre Gebäude – teilweise finanziert durch Land und Bund – zusätzlich so ausgestattet, dass Infektionen vermieden werden. Es gibt zumeist eine ausreichende Frischluftzufuhr. Publikum im Zuschauerraum und Künstler:innen auf der Bühne bleiben voneinander getrennt. Die Zuschauer:innen gehen auf vorgezeichneten Wegen – Begegnungen und Querungen vermeidend – mit Maske auf ihren Platz und sitzen 1,50m voneinander entfernt. Die Theater- und Konzertzuschauer:innen sind maximal diszipliniert, halten sich an Vorschriften und haben in der letzten Woche – entsprechend der Verord-nung – die Maske während der ganzen Veranstaltung aufbehalten. Sie nehmen viel in Kauf, um endlich wieder Theater oder Konzerte live zu erleben: die unmittelbare, lebendige Kommunikation zwischen Künstler:innen und Publikum.

Wir fordern daher
– dass die Theater- und Konzerthäuser mit den entsprechenden Hygienemaßnahmen wieder geöffnet werden, auch wenn wegen der Abstandsregeln nur ein Viertel bis ein Fünftel der Plätze besetzt werden kann,
– dass die entsprechenden Mindereinnahmen durch einen Veranstaltungssonderzuschuss kompensiert werden,
– dass solo-selbstständige freie Kulturschaffende, die wegen des eingeschränkten Kul-turangebots keine Arbeit finden, bis Ende 2021 ein Grundeinkommen von mindestens € 1.500 unbürokratisch bewilligt bekommen.

Wir fordern eine Debatte über den gesellschaftspolitischen Stellenwert von Kunst und Kultur mit dem Ziel, in den kommenden Jahren Einsparungen bei der Subventionierung von kulturellen Einrichtungen und Aktivitäten zu verhindern.


14. Oktober 2020
MIT MUT UND LIST Europäische Frauen im Widerstand gegen Faschismus und Krieg
Florence Hervé stellte gemeinsam mit Bettina Kaminski ihr im März 2020 erschienenes Buch im TITANIA vor
Ein “antifa-Erzählcafé” des VVN-BdA Frankfurt

 

 

 

 

 

 

 

 

In dem von Florence Hervé herausgegebenen Band werden 75 Frauen aus mehr als zwanzig Ländern vorgestellt. Ein breites Team von Wissenschaftlerinnen und Journalistinnen aus ganz Europa hat dazu beigetragen. Sie vervollständigen das historische Bild vom antifaschistischen Widerstand um die Frauenperspektive und machen zugleich Mut für den Einsatz gegen Neofaschismus, Rechtspopulismus, Fremdenhass, Sexismus und Krieg.

Weitere Infos zu Florence Hervé finden Sie hier.

MIT MUT UND LIST
Europäische Frauen im Widerstand gegen Faschismus und Krieg
Hg. Florence Hervé
PapyRossa Verlag Köln 2020, 294 Seiten, 17.90 € / ISBN 978-3-89438-724-2


29. September 2020
Corona – mehr als ein Bier: „Corona und die Kommunal- und Sozialpolitik“
Am Dienstag fand die zweite Veranstaltung der Reihe „Corona – mehr als ein Bier: Alles anders mit dem Virus?“ online und im TITANIA statt. Es diskutierten Monika Hantschick (Erziehungswissenschaftlerin), Petra Rossbrey (AWO Frankfurt), Rudolf Schulz (SoVD Hessen) und Dominike Pauli (DIE LINKE. im Römer), moderiert von Dieter Storck (RLS Hessen). Die Veranstaltung wurde begleitet von einer Theaterdarbietung: Bettina Kaminski spielt Auszüge aus Horváths GLAUBE LIEBE HOFFNUNG.

Veranstalter sind die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen und die Fraktion DIE LINKE. im Römer in Zusammenarbeit mit dem Freien Schauspiel Ensemble Frankfurt.

Den Live-Stream der Veranstaltung können sie sich bei YouTube ansehen


Frankfurt, den 14. Oktober 2019
Presseerklärung zur abgesagten Podiumsdiskussion am15.10.2019 MEINUNGSFREIHEIT STATT ZENSUR
Für den 15. Oktober 2019 hat die IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.), den Theatersaal des Titania angemietet, um dort eine Podiumsdiskussion mit dem Thema MEINUNGSFREIHEIT STATT ZENSUR zu veranstalten. Als Podiumsgäste waren geladen: Hartmut Bäumer, Transparency Deutschland; Dirk Friedrichs, ATTAC-Trägerverein; Judith Bernstein, Jüdisch-palästinensische Dialoggruppe München; Dr. Khaled Hamad, Palästinensische Gemeinde Deutschland.

Wir sehen uns leider dazu gezwungen, den Mietvertrag rückwirkend zu kündigen.

Herr Bürgermeister Becker ließ uns sehr kurzfristig am 11. Oktober durch sein Büro mitteilen, dass er es für dringend geboten hält, die Veranstaltung abzusagen, da die Veranstaltung eine Plattform für die antisemitische BDS biete. Es seien unter den Podiumsgästen Sympathisanten antisemitischer Bewegungen und die Vermietung verstieße damit gegen den Stadtverordnetenbeschluss M165 vom 25.08.17.

Da das Kulturamt Hauptmieter des Titania ist, brauchen wir das Einverständnis des Kulturamtes bei solchen Vermietungen. Wir haben die Kulturdezernentin Frau Hartwig darum gebeten, uns eine Durchführung der Veranstaltung zu ermöglichen.

Wir haben darauf hingewiesen, dass das Thema nicht die BDS-Bewegung ist, sondern dass die geplante Diskussion der Frage nachgeht, ob das in der Verfassung verbriefte Recht der Meinungsfreiheit in Deutschland noch in vollem Umfang gewährleistet ist. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, ein wichtiger Grundstein unserer Demokratie und sollte deswegen entschieden verteidigt werden. Wenn Veranstaltungen wie diese nicht mehr in städtischen Räumlichkeiten stattfinden können, sehen wir die Demokratie in
Gefahr.

Wir sind tief enttäuscht, dass das Kulturdezernat sich trotz unserer Einwände der Meinung von Herrn Bürgermeister Becker angeschlossen hat und dass infolgedessen die Veranstaltung nicht im Titania stattfinden kann.

Reinhard Hinzpeter & Bettina Kaminski
FREIES SCHAUSPIEL ENSEMBLE FRANKFURT


Januar 2019
ICH WERDE SEIN Das Drama Rosa Luxemburg: 100. Gedenktag der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts. Eine Veranstaltung mit dem Kreisverband DIE LINKE Frankfurt am Main. Janine WisslerBürgerforum TITANIA

Mai 2018
ICHGLAUBEANEINENEINZIGENGOTT.HASS: Podiumsgespräch FRIEDEN UND GERECHTIGKEIT IM HEILIGEN LAND. v.l. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Bettina Wiesmann, Reinhard Hinzpeter, Martin Rabanus, Alexander Müller, Christine BuchholzBürgerforum TITANIA

April 2017
FAUST: Podiumsgespräch DAS SEIN, DER SINN UND DAS NICHTS. v.l. Bettina Kaminski, Willem Warnecke, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Grün, Dr. Martin Grabe, Dr. Dewi Maria SuharjantoBürgerforum TITANIA Goethe FAUST

Mai 2016
ICH MÖCHTE LIEBER NICHT:
Die Initiativgruppe Bedingungsloses Grundeinkommen Rhein-Main mit Publikumsgespräch zu Gast (Bericht lesen)

April 2016
30 Jahre TSCHERNOBYL: Reinhard Hinzpeter zu Gast im hr2 Kulturcafé (nachhören)

Januar 2016
TRILOGIE ÜBER DAS GLÜCK: RheinMainTV Kulturcheck mit Reinhard Hinzpeter

November 2015
TRILOGIE ÜBER DAS GLÜCK: Besuch des Frankfurter OB Peter Feldmann

November 2015
Porträt über Reinhard Hinzpeter in der Frankfurter Rundschau (zum Artikel)