ATMEN

Alles beginnt in einem schwedischen Möbelhaus. Ein junges Paar. An dem Ort wo viele sich ihr Leben neu und preiswert einrichten. Was immer sie dort kaufen – irgendwie muss MANN sich ungeschickt verhalten, das Falsche gesagt haben, denn FRAU fällt mit ihrer simplen Frage – „Ein Baby?“ – scheinbar aus allen Wolken. MANN begreift natürlich sofort, dass er weder den richtigen Augenblick, noch den richtigen Ton getroffen hat und antwortet mit einem äußerst hilflosen Beruhigungsversuch – „Tief atmen“-. Aber die Krise ist da.

Der Erfinder dieser Krise ist Autor und Regisseur, ist 1980 geboren, ist Brite, heißt Duncan Macmillan und scheint mit seinen Inselgenossen die Vorliebe für den ebenso schnellen wie schwarzen Humor zu teilen. Dennoch wurde Atmen zuerst 2011 im fernen Washington D.C. in den USA uraufgeführt, bevor es zwei Jahre später in London bei den Off West End Awards den Preis für das beste neue Stück erhielt. Auch in London ist man schließlich reich mit schwedischen Möbelhäusern gesegnet. Ob nun in Tottenham oder in Wembley oder … Und wahrscheinlich würde es Duncan Macmillan mit seinem britisch bösen Humor mehr als gefallen, wenn in allen Filialen dieser Welt diese Dialoge stattfinden würden, denn er gibt seinen zwei Protagonisten, mehr braucht er nicht, keine individuellen Namen, sondern bezeichnet sie einfach als Frau und Mann.

ATMEN
von Duncan Macmillan

Vorstellungen
19.09., 20 Uhr Premiere Karten bestellen

Es spielen Moritz Buch und Jana Saxler
Inszenierung Jürgen Beck-Rebholz
Bühne Gerd Friedrich

Premiere Herbst 2020
Dauer